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Accessibility

Was bedeutet barrierefreies Internet/barrierefreie PDFs?

Heutzutage ist im Internet alles machbar. Und vor allem: jeder Nutzt es.
Dabei wird unterschätzt, dass viele Menschen mit Behinderungen im Wordwideweb unterwegs sind. Um diesen Personen einen uneingeschränkten Zugang zum Internet zu gewähren, gibt es die Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit ist im Bezug Webseiten schon seit einigen Jahren ein Begriff: dank der im HTML-Code hinterlegten Tags kann Personen mit eingeschränktem Sichtvermögen ermöglicht werden, mittels eines «Screenreaders» (Bildschirm-Vorleseprogramm) zu navigieren, und zwar so, als würde sie alles sehen.

Das PDF gehört zu den am meist verbreitetsten Formaten im Internet. Es ist DAS Format, wenn es darum geht Druckprodukte online zu stellen. Leider sind diese fast nie barrierefrei und somit ein Hindernis für Menschen mit Behinderung

Beim barrierefreien PDF geht es vor allem darum auch den Blinden und Sehbehinderten einen Zugang zu Dokumenten/Formulare zu verschaffen. Wenn ein PDF richtig barrierefrei und richtig «getaggt» wurde, können Menschen mit Behinderung mit einem «Screenreader» die PDFs wahrnehmen.

 

Internet-Techniken, die Barrieren darstellen

 

  • Gut strukturierter Text kann von blinden Menschen über eine Braillezeile mit entsprechender Software (Screenreader) gelesen werden. Auch Sehende profitieren beim Durchsuchen und Bearbeiten von Texten, wenn diese gut strukturiert sind. Bilder – oder Text, der in Bildern enthalten ist – sind für Blinde unzugänglich und sollten daher mit einem alternativen Text ergänzt werden. Framessind kein Hindernis, wenn sie die Struktur unterstützen, beispielsweise Navigation und Inhalt trennen.
  • Sehschwache benötigen Skalierbarkeit der Schriftim Browser, um die Schriftgröße an ihre Sehleistung anpassen zu können.
  • Menschen mit einer Seheinschränkung benötigen möglicherweise starke Kontrasteund klare Schriften sowie Kontrolle über die Farbe von Schrift und Hintergrund.
  • Für Personen mit einer Farbfehlsichtigkeit, so etwa infolge einer Rot-Grün-Sehschwächeist es problematisch, wenn Informationen über Farbe allein vermittelt werden. Deswegen sollten Angaben wie «Drücken Sie auf den roten Button» vermieden werden.
  • Sehbehinderte sind bei einer Navigation, die aus Bildern, Java-Applets oder Flash-Objekten besteht, benachteiligt.
  • Blinkende oder animierte Texte stellen für Menschen mit einer Sehbehinderung und/oder einer kognitiven Behinderung eine Barriere dar, da sie von den eigentlichen Inhalten ablenken.
  • Personen mit Spastiken oder anderen motorischen Störungen, die keine Maus bedienen können, müssen mit der Tastaturnavigieren. Sie bewegen sich (meist mit der Tabulatortaste) durch die Links, Formularelemente und andere aktive Objekte auf der Seite. Damit eine Webseite gut mit der Tastatur bedienbar ist, ist es wichtig, dass die Elemente in einer sinnvollen Reihenfolge angesteuert werden und dass jederzeit deutlich erkennbar ist, welches Element gerade den Fokus hat
  • Gehörlose Menschenhaben oft als erste Sprache Gebärdensprache gelernt. Für sie ist die Schriftsprache eine Fremdsprache und meist schwer verständlich. Auch akustische Inhalte können von gehörlosen Menschen nicht aufgenommen werden. Sie sollten deswegen durch visuell wahrnehmbare Inhalte ersetzt oder von ihnen begleitet werden. Barrierefrei sind für sie Webseiten, die in Gebärdensprache dargestellt werden.
  • Menschen mit kognitiven Behinderungen haben meist Probleme, lange und umständlich formulierte Texte mit schwierigen Schachtelsätzen und Fremdwörtern sowie komplexe Navigationen zu verstehen. Deswegen ist es sinnvoll, Webseiten in so genannter «Leichter Sprache» zu verfassen oder Übersetzungen in «Leichte Sprache» anzubieten.
  • Viele der derzeit üblichen Content-Management-Systeme(CMS) erzeugen Seiten, die für behinderte Menschen schlecht zugänglich sind. Nur sehr wenige Systeme oder Verfahren unterstützen die Autoren mit barrierefreien Eingabemöglichkeiten.
  • Die Nichteinhaltung technischer Standards (inkorrekte Codierung von Umlauten, ungültiges HTML) erzeugt Webseiten, die nur von bestimmten Browsern wie vom Autor gewünscht dargestellt werden.

–Quelle: Wikipedia

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